Metatarsalgiesyndrom (Spreizfußschmerzen)

Zu unterscheiden sind entzündliche Ursachen wie beim Rheuma, mechanisch bedingte Beschwerden und beim Morton Neurom neurologische Ursachen.

Rheuma
die Ursachen für die Schmerzen in den Zehengrundgelenken zeigen sich im Röntgenbild und im Frühstadium besonders gut im MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspin).

Morton Neurom.
Mortonsche Metatarsalgie

Durch Einengung des Nerven zwischen den Mittelfußknochen und unter dem Band zwischen den Mittelfußknochen kommt es zur Verdickung des Nerven.
Beim Morton Neurom findet man dann einen bindegewebigen Umbau des Nerven, häufig umgeben von einem Schleimbeutel zwischen den Mittelfußknochen M 3 und 4 – selten zwischen M 2 und M3
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Abb.: Morton Neurom zwischen Mittelfußknochen 3 und Mittelfussknochen 4
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Morton Neurom

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Abb.: Morton Neurom Schema

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PedografieMechanische Metatarsalgie – Indexstörungen
Beim Abrollen des Fußes über die Mittelfußköpfchen ist eine relativ ausgewogene Lastverteilung ideal. Die täglich praktizierte Druckmessung unter dem Fuß beim Abrollvorgang zeigt, dass der normale Fuß eine in der Mitte des Vorfußes erhöhte Druckverteilung aufweist. Ein Quergewölbe findet sich nur bei einem Teil der Patienten.

Patienten mit Hohlfuß zeigen tatsächlich ein Quergewölbe mit höherer Belastung unter M 1 und M 5 im Vergleich zu den Druckwerten unter den Mittelfußköpfchen M 2 3 4.

Beim Normalfuß gibt es kein Quergewölbe
In Verbindung mit einem Hallux valgus findet sich typischerweise eine geringe Lastaufnahme unter dem ersten Mittelfußköpfchen, dort wo der Ballen die Hauptbeschwerden verursacht. Unter den Mittelfußköpfchen 2 und 3 findet sich eine hohe Druckbelastung – häufig über 800.kPA. Diese hohen Druckwerte sind oft mit Schmerzen verbunden. Auffallend ist bei diesen Patienten eine relative Überlänge M 2 / 3 im Vergleich zur Länge des Metatarsale 1. Bei voroperierten Füßen oder nach Mittelfußbrüchen finden sich Abweichungen von den idealen Längenverhältnissen.
Hammerzehen
führen zusätzlich zur Druckerhöhung unter den Mittelfußköpfchen.

Metatarsalgie Syndrom
Bestehen Schmerzen auf Grund von zu viel Druck unter den Mittelfußköpfen, bezeichnet man das als Metatarsalgie-Syndrom. Der hohe Druck führt zur Hypertrophie der plantaren Fußhaut. Auch finden sich hier immer wieder so genannte Dornwarzen (verrucae plantares) Der Zug der Strecksehnen führt über Umlenkung des basisnahen Zehenknochens zum Druck von oben auf das Köpfchen des Mittelfußknochens und bewirken somit ein zusätzliches Tiefertreten des Köpfchens, so dass die Gelenkkapsel der Kleinzehengrundgelenke zusätzlich belastet und geschädigt wird. Die Zehengrundgelenke reagieren mit Überlastung und Gelenkerguss. Die Gelenkkapsel wird überdehnt, das Gelenk wird instabil und renkt bei längerem Bestehen der Deformität aus. Dieser Zustand ist schmerzhaft und wird mit dem Begriff Prädislokation-Syndrom belegt.

Percutane Korrektur des Metatarsalgie Syndroms (Operation) ->

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